Meusebach erscheint am 15.10.2020!

Mit einer großen Spendenaktion, bei der viele Unterstützerinnen und Unterstützer mitgewirkt haben, haben wir seinerzeit dieses Projekt gemeinsam mit Sabine Burmester-Lückoff gestartet und nun ist es endlich soweit: Mit großer Freude haben wir die Nachricht erhalten, dass das Meusebach-Buch von Dietrich Lückoff endlich in die Buchhandlungen, Bibliotheken und Universitäten Deutschlands kommt!

Dietrich Lückoff
Aus dem Leben und Kleben des Freiherrn Karl Hartwig Gregor von Meusebach
S. Hirzel Verlag, 10/2020
Einband: Gebunden, 17,5 x 21 cm
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 9783777626321
Bestellnummer: 10309498
Sonstiges: 79 Schwarz-Weiß- Abbildungen, Frontispiz, sowie 32 unpaginierte Farbtafeln
Erscheinungstermin: 15.10.2020
Preis: € 92,–

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»Ich lebe noch – ich klebe noch!«
Neuererscheinung über Karl Hartwig Gregor von Meusebach

Ein hoher Staatsbeamten des Justizwesens Anfang des 19. Jahrhunderts, der Kunst sammelt und Briefe nicht schreibt sondern schnippelt und zusammenklebt? Das ist ungewöhnlich!

»Ich lebe noch – ich klebe noch!«, das schrieb Karl Hartwig Gregor von Meusebachs an die Gebrüder Grimm, als er sich nach längerer Pause einmal wieder bei ihnen meldete. Ein Satz, der das ungewöhnliche Leben dieses Mannes sehr gut beschreibt, denn neben seinem trockenen Job als Assessor beschäftigte sich Meusebach mit der Kunst und war dabei selbst ein Künstler!

Meusebach kam 1803 als Kanzleiassessor für viele Jahre nach Dillenburg. Seine große Sammelleidenschaft und seine Kenntnisse der deutschen Literaturgeschichte waren es, die ihn in engen Kontakt mit Geistesgrößen seiner Zeit brachte. Hierzu zählten die Brüder Grimm, Bettina von Arnim und Heinrich Hoffmann von Fallersleben. In unzähligen Briefen, im Besonderen den einzigartigen Klebebriefen an die Brüder Grimm, tauschte man sich intensiv aus. Dabei integrierte Meusebach lebenslang angesammelte Schnipsel aus Zeitungen, gedruckten Texten und auch nichtsprachliches Material in irrwitzigsten und skurrilen Zusammenhängen in diese Korrespondenz.

Der Autor Dr. Dietrich Lückoff zeigt in seinem Werk, für das er über viele Jahre im In- und Ausland recherchierte, erstmals zahlreiche unpublizierte Materialien, aus denen sich anschauliche Einblicke in Meusebachs private Verhältnisse und seinen Alltag ergeben. Zusätzlich ist das Buch mit unbekanntem Bildmaterial aus dem Besitz von Meusebachs amerikanischen Nachfahren illustriert und es wird ausgiebig aus Meusebachs Tagebüchern, Traumaufzeichnungen und den originellen Briefwechseln zitiert.
Lückoff starb unerwartet im Mai 2014 und konnte dieses Buch zu Lebzeiten nicht beenden. Seine Witwe Sabine Burmester-Lückoff arbeitete gemeinsam mit der Grimm-Sozietät zu Berlin e.V. an der abschließenden Bearbeitung des Werkes, das posthum nun im S. Hirzel Verlag Stuttgart erscheint.

Lückoff wurde in Ewersbach geboren und verbrachte seine Kindheit und Jugend in Wissenbach und Dillenburg, wo er am Wilhelm-von-Oranien-Gymnasium sein Abitur absolvierte. Er studierte Romanistik an der Philipps-Universität in Marburg/ Lahn und verbrachte viele Jahre in Frankreich, Italien, später in Belgien und lebte zuletzt als Literaturwissenschaftler und Autor in Berlin und La Spezia/Italien.

Karl Hartwig Gregor von Meusebach lebte von 1803 bis 1842 in Dillenburg. Sein Sohn Otfried Hans von Meusebach wurde hier am 26.5.1812 geboren und auch dieser erlangte Berühmtheit durch sein ungewöhnliches Leben. Er wanderte nach Texas als Leiter der Deutschen Auswanderungsgesellschaft aus und gründete die Städte Fredericksburg und New Braunfels. Er war es, der 1847 einen historischen Friedensvertrag mit den Indianern vom Stamme der Komanchen unterzeichnete, der heute noch beispielhaft ist, da er bis heute nicht gebrochen wurde. Eine Gedenktafel an seinem Geburtshaus in der Wilhemstraße 16 in Dillenburg erinnert heute an ihn.